Die Grundlagen des Vastu Veda

Da wir uns gerade ja ziemlich viel zu Hause aufhalten, habe ich entschlossen meine vier Wände möglichst positiv und frei schwingend umzugestalten. Wenn bei dir auch der Frühlingsputz und fröhliches Verändern und Möbelschieben ansteht, dann ist VASTU vielleicht gerade interessant für dich!

Das vedische Vastu ist die Lehre vom perfekten Wohnen und aus ihm ist vor Jahrtausenden das Fen Shui hevorgegangen. Seit längeren beschäftige ich mich mit der Wohn-Lehre des Vastu. Es gibt dort universelle Prinzipien, die ich hier gerne mit dir teilen möchte.

DIE HIMMELSRICHTUNGEN

Es gibt im Vastu günstige und ungünstige Himmelsrichtungen. Dabei schaut man auf die Ausrichtung des Hauses oder des Gründstücks auf dem man lebt.

Als die günstigen Himmelsrichtingen gelten:

Nord-Nord-Osten

Ost-Nord-Ost

Süd-Osten

Nord-West

Gefälle

Insbesondere schaut man im Vastu nach Erhöhungen und Gefälle. Da gilt es glücksverheissend und mit einer guten Energie gesegnet zu sein, wenn es ein Gefälle nach

Norden

Osten und

Nord-Osten

gibt. Der Nordosten sollte der tiefste Teil des Grundstücks bzw. des Hauses sein. Der Südwesten dagegen der höchste gefolgt vom Südosten und Nordwesten.

Prinzip von Gewicht und Höhe

Im Vastu spielen die beiden Gegensätze von Schwere (Guru) und Leichtigkeit (Ladhu) eine wichtige Rolle. Ihre Balance und Ausgeglichenheit empfinden wir als Harmonie. Das kennen wir, wenn uns eine vollgestellte Wohnung mit dunklen Holzmöbeln vorstellen. Dann fehlt einfach die leichte, heille und beschwingliche Seite des Ladhu. Diese sollte sich möglich im Nord-Osten des Hauses (und auch in jedem Zimmer) befinden. Und sollte möglichst frei und sauber sein. Hier erhalten wir Inspirationen und Eingebungen und hier fließt der positiven, spirituellen Fluss der Wohnung oder des Hauses. Hier sollte man keine Möbel oder andere Gegenstände hinstellen. Vor allem nichts schweres. Alles sollte möglichst leicht und hell gehalten werden. Wenn man aber doch Möbel hinstellen muss, dann sollten diese nicht direkt an die Wand platziert werden, sondern mit etwas Luft und Abstand zur Wand.

Nord und Ostwand sollte am besten wenig Gewicht haben, also wäre an dieser Stelle ein großes Fenster oder der Ausgang auf die Terrasse oder in den Garten wünschenswert.

Die Süd und Westwand dagegen sollte viel Gewicht haben und deshalb ist es wünschenswert dort schwere Möbel (nah an liegend an der Wand) hinzustellen.

PROPORTION

Gut sind geometrische Formen, wenn deine Wohnung oder dein Haus nach dem Prinzip des Vastu betrachtet wird. Quadrate und Rechtecke gelten als günstig. Das Quadrat als Grundriss ist perfekt, Rechtecke sind gut, solange das Seitenverhältnis stimmt:

  • Länge : Breite = 1.25: Stärke, Reichtum
  • Länge : Breite = 1.5: Freude
  • Länge : Breite = 1.75: Gesundheit
  • Länge : Breite = 2: Großartigkeit
  • Länge : Breite > 2 ist ungünstig.

(Nach Bernhard Peter, Link weiter unten)

EINGANG

Der Eingang des Hauses spielt natürlich auch eine Rolle. Die Morgensonne gilt als rein und wohltuend. Deshalb zeigt ein Eingang am besten nach Osten. Osten ist die beste aller Himmelsrichtungen und steht für Stärke, Neubeginn und Gesundheit.

Ein Eingang im Norden ist auch möglich, denn dann liegt er stets im Schatten und bringt Wohlstand. 

Wenn man sein Haus plannt und selber baut sind sogar zwei Eingänge gut, damit negative Kräfte, die durch einen Eingang hineinkommen, ganz schnell wieder durch den zweiten Eingang hinauskönnen. Wenn man also beim Bauen gezwungen ist, einen Eingang im Süden zu haben, so sollte zusätzlich noch ein Eingang im Norden oder Osten gebaut werden.

FREIE FLÄCHE

Daraus ergibt sich das Prinzip der freien Fläche. Das Zentrum des Hauses (diie Mitte) wird dem Göttlichen zugeordnet und sollte deshaln auch frei bleiben.

Auch wie im letzten Abschnitt sollte auch

im Noden und Osten mehr freie Fläche sein,

als im Süden und Westen.

SAUBERKEIT

Der Nord-Osten deines Zuhauses sollte immer sauber, ordentlich und leicht sein. Hier ist es gut, wenn du dich so oft es geht aufhälst. Hier ist es nicht wünschenswert eine Toilette, eine Küche oder ein Schlafzimmer zu haben.

SCHLAFEN

Das Schlafzimmer der „Eltern“ sollte am besten im Südwesten sein. Je südlicher desto besser.

Westen ist gut geegnet für das Schlafzimmer der Kinder.

Beim Schlafen ist es auch emfehlenswert diese Himmelsrichtung mit dem dem Kopf anzuvisieren. Süden ist am besten, gefolgt von Westen und Osten – nie aber in den Norden mit den Kopf schlafen. Denn dadurch verliert man beim Schlafen Energie und Wiederstandskraft und 50 % der Willenskraft. Träume können auch schlecht sein…

KÜCHE

Der Südwesten wird dem Feuerelement zugeordnet. Hier sollte sich die Küche befinden.

Herd, Backofen, Heizkessl oder eine Feuerstelle sollten deshalb im Nordwestn, Südosten oder Südwesten sein. Es gibt auch einen Tipp wie man den Herd hinstellt: Beom Kochen sollte man nämlich in Richting Norden oder Osten schauen.

ERFOLG

Der Südwesten steht für die Führung und es wird Führungspositionen empfohlen bei wichtigen Besprechungen in diese Richtung zu schauen. Wenn die Zuhörer im Nordosten sind können sie das Gesagte besser aufnehmen.

Der Schreibtisch an dem man arbeitet sollte Richting Norden oder Osten schauen. Letzteres ist für die kreative Arbeit gut geeignet. Die Ausrichtung nach Westen hilft schneller und effizienter fertig zu werden.

WASSER STELLEN

Der Nordosten ist sehr günstig fürs Wasser. Hier kann man z.B. einen teich oder ein Schwimmbad platzieren. Eine Tonne mit Regenwasser gilt hier aber als ungünstig, weil sie schwer ist und icht unter dem Bodenplateau ist. Diese wäre im Südwesten des Gartens besser aufgehoben.

NORDOSTEN ÖFTER NUTZEN!

Da der Nordosten als spirituell und glücksbringend gilt, hilft es, wenn man sich hier sehr oft aufhält. Egal ob hier der Balkon, eine Terasse, ein Wintergarten oder dein Arbeitsplatz ist, es ist gut den Nordosten täglich zu nutzen. Und wenn du einen Garten hast, so reicht es schon kurz im Nordosten deines Gartens zu spazieren oder ein paar Minuten am Tag zu verweilen.

SCHATTEN

Schatten spielen auch große Rolle im Vastu, so sollten nicht zu viele hohe BäumeSchatten auf deine Wohnung oder dein Haus werfen. Vorallem sollten dies nicht im Norden und Osten stehen, denn dieser sollte möglichst frei bleiben.

PRAKTISCHE TIPPS
  • Falls du ein Aquarium im Haus besitzt, kannst du es am bestem in den nordöstlichen Teil der Wohnung oder in die nordöstliche Ecke deines Wohnzimmers stellen.
  • Bilder oder Fotos von mit Wasser im Nordosten bringen Reichtum, Fülle und Erfolg
  • Gemälde oder Fotos vom Sonnenaufgang tragen im Allgemeinen zu der positiven Energie im Haus bei. Am besten kannst du solche auf die östliche Wand im Wohnzimmer hängen.
  • Das Geld sollte in den Schubladen im Norden aufbewahrt werden
  • Die Türen und Fenster auf der nordöstlichen Seite sollten so lang wie möglich offen gelassen werden, damit wird der Energiefluss mobiliesiert.
  • Eine rote Lampe oder eine Wärmelampe in dem südlichen Teil der Wohnung bringt viel Erfolg und Ansehen
  • Auch Kerzen, Lampen und andere „Feuerstellen“ im Süden und Südwesten sind positiv
  • Um Erfolg zu haben, solltest du in dem östlichen Teil der Wohnung lernen oder arbeiten
  • Laptop, Computer und TV gehören auch in Richtung Osten oder in den östlichen Teil des Raums
  • Alle Türen sollten regelmäßig geschmiert werden, damit sie sich geräuschlos öffnen
  • Die Mitte, das herz der Wohnung sollte möglichst frei bleiben, das ist der Platz für Brahman, das göttliche Prinzip, die Weltenseele

Natürlich ist es, selbst wenn man selber baut, kein 100% perfektes Vastu zu haben. Und du solltest dich nicht stressen, wenn den Heim nicht nach Vastu umgestaltet werden kann.  Denneoch gibt es einige wichtige kleine Details, wie z.B. die Himmelsrichtung in die du schläfst oder der saubere und leichte Norden und Osten, die sehr viel verändern.

Und ich kann aus Erfahrung sagen, es fühl sich einfach gut an, wenn man sich um bestimmte Himmelsrichtungen kümmert und es dort plötzlichfrei schwingen kann. Da erfreust du dich jeden Tag dran 🙂

Viel Spaß beim Umgestalten & Kommentiere gerne wie es dir dabei ergangen ist!

Julia

Quellen zum Vertiefen:

Bücher:
Guntram Stoer: „Glück ist planbar“ (Buchrezension folgt…)
Hilde K. Link „Mit Vástuveda Ordnung schaffen: Die indische Kunst vom harmonischen Leben und Wohnen
Infos im Web:
www.magstrasser.at/checkliste-fuer-positives-vaastu/
Kategorie Energie, Indien, neu, Philosophie, Start, VEDAS, Yoga

Ich liebe Avokadobrot, ausschlafen, Jasmintee, die Sonne und das Meer. Seit ungefähr 7 Jahren beschäftige ich mich neben meiner freiberuflichen Tätigkeit als Autorin und Filmemacherin, auch mit Meditation, Energie und Yoga. Außerdem schreibe ich gerade an meinem ersten Roman "yoga-diary - 154 Tagen um die Welt" und freue mich darauf, wenn ich diesen hier vorstellen kann!

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