Spirituelle Orte – die NEUE Serie – Teil 1 der heilige Berg Arunachala, Indien

Es ist Urlaubszeit und ich liebe das Reisen und das Meer, bemühe mich aber immer meine Reisen auch mit kraftvollen Orten zu verbinden, an denen meine spirituelle Entwicklung sich ganz von selbst entfalten kann. Denn es gibt Orte, an denen spürt man, dass man nur dort zu sein braucht, um zur Ruhe zu kommen und feinstofflich zu wachsen. Ich bin durch meine Reisen schon viel rumgekommen und habe immer nach Kraftorten aller Art gesucht und sie auch gefunden.

Seit einiger Zeit überlege ich einen Reiseführer für spirituelle Orte zu schreiben. Dieser Wunsch gibt mir Anlass diese neue Serie zu beginnen, wo ich einige von diesen besonderen Orten vorstelle, auch um an den Lese Zahlen zu sehen, ob das Interesse für dieses Thema da ist. Natürlich freue ich mich auch über Kommentare und Anregungen unten oder auch per facebook oder gerne auch per Mail.

Genius loci – der Geist der Ortes

Das römische „genius loci“ bedeutet soviel wie „der Geist des Ortes“ und war In der römischen Mythologie sehr geläufig.  Die Bedeutung der Aura eines Ortes wurde oft in Form einer Schlange dargestellt, die über den Ort wacht und seine eigene Ausstrahlung hat. Feinfühlige Menschen können den „genius loci“ spüren und ich stelle hier die Orte vor, die eine spirituelle Aura haben, nicht nur weil dort Menschen Yoga praktizieren, sondern, weil dort Ruhe und Frieden herrscht und man diese besonders gut spürt, wenn man diesen Ort verlässt.

Tiruvannamalai, Indien

Als ich vor 5 Jahren in Süd-Indien war und das erste Mal in Tiruvannamalai mit der Riksha hineinfuhr, sah ich von weitem viele kleine Bergen und frage mich ob einer von Ihnen wohl der der Arunachala sein würde. Doch dann als wir endlich ankamen, spürte ich seine Präsenz anhand des inneren Friedens in mir, und obwohl die Stadt Tiruvannamalai, wie jede andere indische Stadt, sehr beschäftigt und hecktisch wirkt, ist es so als läge noch eine Ebene darunter.

Tiruvannamalai, ist eine Pilgerstadt, nicht nur wegen des urlalten Tempels, aber vor allem wegen des heiligen Berges Arunachala, der als die Manifestation des Gottes Shiva selbst gilt.

Der Sage nach soll Shiva in einer Lichtsäule hier auf dem Berg erschienen sein und Brahma und Vishnu seine Unendlichkeit bewiesen und sie überlistet haben. Dieses Ereignis wird immer noch in der Vollmondnacht Ende Novembern Anfang Dezember mit einem riesigen Feuer auf dem berg gefeiert. Traditionellem Glauben nach löschen Agni, das Feuer, und Shiva, der blauhäutige Gott, das Karma der Sünden aus und Erfülle Wünsche.

Es heißt wenn man 108 um den Berg pilgert, dann würde man Erleuchtung erlangen. Ich habe es einmal versucht und es war ein Abenteur, denn man läuft sowohl durch die Stadt, als auch auch an Feldern und tollen wenig erschlossenen Orten vorbei. 107 mal sind noch offen 🙂

Der Ramanashram

Viele Menschen, die an diesen Ort kommen machen spirituelle Erfahrung oder brauchen keinerlei Meditationsanleitung, denn wenn man die Augen in einer der vielen Berghöhlen schließt, dann passiert alles ganz von selbst. Der Heilige SRI RAMANA MAHARSHI (hier mehr über ihn und die Anleitung für seine Lehre) hat schon als Jugendlicher sein zu Hause verlassen, um in der Nähe dieses Berges sein zu können. Hier lebte er Jahrelang in Höhlen bis seine Gefolgschaft ihn überzeugte in seinem Ashram ganz in der Nähe des Berges zu ziehen. Trotzdem machte er sich jeden Tag auf den ca. 1000 Meter hohen Berg, den man binnen weniger Stunden besteigen kann. Dort befindet sich sein erster kleiner Ashram und die berühmte Meditationshöhle, in der Ramana selbst monatelang lebte. Unten am Fuße liegt der Ramanashram (hier die Homepage), in dem man wohnen kann und der durch und durch ein paradiesischer Ort ist. Dort leben 100 von Pfauen, weiße und farbige, die von Tempelgebäude zu Tempelgebäude und von Baum zu Baum springen. Wenn man dort einige Tage wohnen möchte ist es empfehlsam sich dort im Vorfeld anzumelden und ein Zimmer zu reservieren. Man kann dort gegen Spende einige Tage bleiben und bekommt auch drei Mal täglich leichte Speißen. In dieser Zeit lernte ich die Selbstbefragung (hier meine Erfahrungen zu der Wer bin ich? Meditation) und diese Zeit war sehr wertvoll für mich.

Zum Schluss noch ein Zitat von Ramana zum Arunachala

„Wie der Mond sein Licht von der Sonne bezieht, so sollen andere heilige Orte ihre Heiligkeit vom Arunachala beziehen. Dies ist der einzige Ort, wo ich diese Gestalt angenommen habe, zum Nutzen derer, die mich verehren und Erleuchtung erlangen wollen. Arunachala ist OM. Ich werde jedes Jahr zu Kartigai auf dem Gipfel dieses Berges in Gestalt eines friedensbringenden Leuchtfeuers erscheinen.“ Ramana

Was denkst du?!