Verschlossene Herzen öffnen! Mit gezielten Übungen & Yoga-Asanas

Das kennt wahrscheinlich jeder. Draußen ist kalt, das Wetter ist grau und irgendwie wurmt einen etwas, was unaussprechlich ist. Vielleicht ist es auch nichts dergleichen, aber man ist irgendwie verschlossen, wenn es um den Kontakt mit anderen Menschen geht.

Das ist sicherlich ok für einige Zeit aus dem beschäftigten Leben „auszusteigen“. Denn jeder Mensch sollte sich seine Ruhepausen zu gönnen. Wenn dir alles zu viel wird, und nach einem Rückzug zu Mute ist, dann ist es vollkommen ok für einige Tage von der Bildfläche zu verschwinden.

Aber wenn die Verschlossenheit nicht weg geht?

Das kennen vielleicht einige von euch auch. Die Verstimmung ist hartnäckig und die Verschlossenheit bleibt. Wenn der Punkt gekommen ist, dass es dich stört verschlossen gegenüber deinen Mitmenschen zu sein, dann gibt es einige Übungen mit denen du es leichter haben wirst.

Mats’yasana – Der Fisch

Diese Stellung ist unheimlich beliebt, wenn es darum geht, die Verschlossenheit zu lösen. Denn der Brustkorb öffnet sich nach oben und lange gehalten wirkt diese Asana Wunder. Ich empfehle, die Beine (anders als auf dem Bild) gemütlich nach unten auszustrecken, 1-2 Kissen unter dem Herzen platzieren, sodass die Kopfspitze leicht auf dem Boden aufliegt und die Arme ebenfalls gemütlich zur Seite zu legen. Halte diese Übung etwas länger und stelle dir einen Pfaden vor. Dieser geht von deinem Herzen nach oben in den Himmel und zieht dich dabei etwas höher. Am besten 5-10 Min halten (oder noch länger) und ruhig in den Bauch atmen. Dann die Stellung auflösen und herein spüren, was es mit deinem Körper gemacht hat.

 

Weitere Herz-öffnende Asanas:

Die Kobra, auch Teil des Sonnengrußes. Um so höher du sie machst, um so mehr öffnet sich auch das Herz. Dabei kannst du auch wieder den besagten Pfaden vorstellen, der nach oben strebt. Oder stelle dir vor, dass dein Herz dabei immer mehr aufgeht, wie ein Brötchen 🙂 oder eine Blume. Pass aber auf deinen unteren Rücken auf, wenn du diese Asana länger hälst.

Der Drehsitz

Oft ist unser Herz auch etwas von den Verspannungen des Rückens betroffen. Daher ist es gut hin und wieder die Schultern nach unten zu ziehen und wie es bei dieser Asana üblich ist, es ein zwei mal knacken zu lassen. Das ist so eine Art Selbst-Einrenkungs-Asana. Länger gehalten und aufs Herz konzentriert bewirkt auch sie Wunder und Herz-Öffnungen.

Und für Fortgeschrittene:

Das „Kamel“

Diese Asana am besten in deiner Yoga Schule mit einer Aufsicht üben. Wenn du Probleme mit dem unteren Rücken oder dem Nackenbereich hast, lieber diese Asana gar nicht machen. Manche kommen da gut rein, erst nachdem sie etwas aufgewärmt sind. Aber für Gelenkige und Vorgeschrittene von euch: Sehr langsam nach hinten fallen lassen. Milimeter für Milimer und mit dem Gefühl des Vertrauens in dir, dass alles gut ist und dass die höhren Mächte da sind und dich auffangen. Öffne dein Herz für das Göttliche und habe Vertrauen, dass die Verschlossenheit und die Negativität weiterzieht wie eine dunkle Wolke.

„Die Tür zum Herzen geht nur von Innen auf!“ Amma

Selbst-Reiki

Lege vor dem Schlafengehen (oder nach dem Aufstehen) deine Handflächen auf dein Herz und fühle seine Wärme, den Herzschlag und Energie. Versuche an nichts zu denken, sondern nur ruhig zu atmen. Am besten in den Bauch. Wenn deine Hände warm werden ist es gut! Halte deine Hände auf dem Herzen, so lange wie es dir gut tut und du die erfrischende Energie spürst. Du kannst auch das Kurz-Mantra „Yam“ (ausgesprochen Jam) dabei sagen, wenn deine Gedanken dabei oft abdriften.

 

Singen!

Meine SOS-Herzöffnungs-Soforthilfe 🙂 Egal ob heilige Mantras, beim Chor oder unter der Dusche. Singen öffnet Herzen, vor allem derer, die selbst singen. Beim fast jedem Yoga Center gibt es Mantra Abende, erkundige dich und geh einfach mal hin. Die Schwingungen der Sanskrit Verse sind besonders geeignet, um Blockaden zu lösen und eine Öffnung in dir zu ermöglichen. Es ist dabei egal wie du singst, und ob du es schön oder nicht schön findest spielt ebenfalls keine Rolle. Hauptsache du tust es mit Freude, so hingebungsvoll wie es nur geht.

Auf Menschen zugehen und lächeln 🙂

Das erfordert Mut, vor allem, wenn man jemanden Unbekanntes anlächelt. Aber ich verspreche es ist wundervoll, denn 90% lächeln zurück, aber selbst wenn nicht: Dein Herz liebt es, wenn du lachst oder lächelst 🙂

Was sind deine SOS-Tipps, wenn du verschlossen bist, aber dich wieder öffnen möchtest?

 

 

 

Kategorie Yoga

Ich liebe Avokadobrot, ausschlafen, Jasmintee, die Sonne und das Meer. Seit ungefähr 7 Jahren beschäftige ich mich neben meiner freiberuflichen Tätigkeit als Autorin und Filmemacherin, auch mit Meditation, Energie und Yoga. Außerdem schreibe ich gerade an meinem ersten Roman "yoga-diary - 154 Tagen um die Welt" und freue mich darauf, wenn ich diesen hier vorstellen kann!

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